Wie ich mein Kind selbst fotografiere

Planung & Ideen für dein Babyshooting

 

Vor einiger Zeit stellte mir eine junge Dame die Frage:

„Natalie, wie würdest du dein Kind fotografieren?“

Ja, das ist eine sehr gute Frage! Und ich erkannte, dass ich bereits so einiges mit meinem Sohn fotografiert habe. Da er diese Woche bereits 12 Monate alt wird, habe ich mir überlegt, dich an meinen Fotoshootings mit ihm teilhaben zu lassen. Vom Babyshooting bis zum Geburtstags-Shooting sozusagen.

 

Alles eine Frage des richtigen Zeitmanagements

Heute möchte ich darüber schreiben, wie ich das zeitlich angestellt habe. Ich möchte dir zeigen, wie ich fotografiert habe und dir die Möglichkeit geben, mein System kennen zu lernen. Für mich war eine Sache klar: Es darf nicht zeitaufwendig sein! Es muss schnell umzusetzen, persönlich und mit Bezug zu uns sein.

 

Meine Planungstipps für dein Babyshooting

  • Neugeborenenbilder innerhalb der ersten 10 Lebenstage. Mit der ganzen Familie, bitte!
  • Kurze Fotoshootings im Abstand von 4 Wochen. Zeitaufwand ca. 30 Minuten.
  • Meilenstein-Fotoshootings mit 3, 6, 9 und 12 Monaten. Zeitaufwand ca. 30 Minuten.
  • Freizeitbilder fotografiere ich laienhaft und reportageartig. Dafür benutze ich nur meine „kleine“ Kamera. In meinem Fall die Nikon Coolpix P7000, eine Bridge-Kamera. Wahlweise geht natürlich auch dein Smartphone!

Dadurch ist sichergestellt, dass ich nicht zu viel Zeit investiere. Trotzdem habe ich viele gute Bilder zur Verfügung. Natürlich gebe ich die dann auch gerne an Verwandtschaft und Freunde weiter.

Himmel, was soll ich denn mit so vielen Babybildern?!

“Schön, dass du so viele Bilder machst! WAS machst du bitteschön mit denen? Wer soll denn so viele Bilder aufhängen?” Das sind jetzt bestimmt die Fragen, die du dir stellst, wenn du all das liest. Richtig?

Aber genau das ist der Punkt. Ich hänge die Bilder sicherlich nicht alle auf! Ich habe mehrere Verwedungen und fotografiere hauptsächlich für folgende Anlässe:

  • Familienblog der von unseren weit entfernten Verwandten angeschaut werden kann. Dieser ist nicht öffentlich und kann nur mit einem Passwort angeschaut werden.
  • Fotoalben für mich und meinen Mann
  • Leinwände und Drucke zum verschenken, aufhängen und um Karten zu gestalten.
  • Fotobücher um diese als Weihnachtsgeschenk zu verschenken.

Du siehst, ich habe genügend zu tun. Trotz allem bleibt nun noch die Frage offen, wie ich es geschafft habe, die Zeiten meiner Fotoshootings so kurz zu halten.

 

Du solltest deine Shooting-Ideen sammeln

Ich erstelle immer dann, wenn ich eine Idee habe, Moodboards. Oder besser gesagt: Ich schreibe mir meine Ideen auf. Das ist besonders wichtig, denn man vergisst im Alltag alles viel zu schnell. In meinen Moodboards halte ich fest, was ich gesehen habe, welche Farben mir gefallen oder einfach Gegenstände, die ich benutzen möchte. Manchmal skizziere ich mir auch die Lichtsituation oder den Gesamtaufbau. Wenn ich etwas in mein Babyshooting einbeziehen möchte, bereite ich alles einen Tag vorher vor. Ich lese meine Notizen und richte mich nach diesen. Das dauerte meistens ca. 15 Minuten.

 

Das richtige Timing für’s Babyshooting

Wie jede Mutter weiß ich ungefähr wann unser Sohn schläft. Wann er wach ist, hunger hat oder wieder schläfrig werden müsste. Mit diesem Wissen habe ich mir das Zeitfenster ausgesucht, in dem die Laune am besten sein sollte. Theoretisch. Das hat nicht immer geklappt. Im Großen und Ganzen war es meistens gut. Wenn nicht, musste ich improvisieren. Aber auch das hat immer gut geklappt. Ich hatte ja keinen Streß! Es war ja alles fertig vorbereitet. Ich musste mir also keine Gedanken machen!

 

Wie du dein Babyshooting kurz hälst

Das Shooting selbst versuche ich so kurz wie mir möglich zu halten. Ich denke, wir Mütter wissen einfach, dass Babys gute Laune nicht unbegrenzt ist. Ich fotografiere meine vorbereiteten Aufbauten also schnellstmöglich. Viel Mühe stecke ich konkret in die Animation meines Sohnes. Denn je älter ein Baby wird, umso schöner kann es lachen. Und das will ich natürlich festhalten! Wenn er anfängt zu jammern oder gar zu weinen, höre ich immer sofort auf. Ein Shooting soll ja Spaß machen und keine Angst!

Meine Art zu positionieren: Ich bringe ihn in eine bestimmte Position oder Situation. Ich fotografiere schnellstmöglich. Die Perspektiven versuche ich stark zu variiieren um für Abwechslung zu sorgen. Je nach Alter, kann man auch das Kind selbst etwas tun lassen oder Requisiten nutzen um Abwechslung zu schaffen. Positionswechsel habe ich immer erst mit ihm gemacht, wenn ich zwischen 5 und 10 Bilder vom Motiv hatte. Das versuche ich heute noch so. Gerade bei sehr kleinen Babys ist das von Vorteil. Denn je öfter man das Baby hin und her positioniert, umso schneller reagiert es genervt (Ausnahmen bestätigen die Regel 😉 ).

 

Requisiten-Inspirationen für dein Babyshooting

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe viel experimentiert und auch Bilder in ziemlich außergewöhnlichen Situationen fotografiert. Und ja, auch zu ungewöhnlichen Zeiten und an untypischen Orten. Wenn du auf meine Facebookseite schaust, dann wirst du diese Woche noch viele Tipps erhalten und Bildbeispiele sehen.

Hier noch eine kleine Liste von möglichen Requisiten für dich. Ich freue mich, wenn ich dich damit inspirieren kann und du etwas Neues ausprobierst!

  • Alles was im eigenen Garten wächst (Grünzeug, Blüten, Zweige, Früchte…)
  • Stoffe, Tischdecken, Decken allgemein
  • Stillkissen
  • Lieblingsoutfits aller Art (oder Geschenke, Selbstgemachtes)
  • Lebensmittel (Milch, Wasser, Kürbis, Salat…)
  • Eimer, Körbe, Kisten aller Art
  • Deine eigene Kleidung (Dein Lieblingswollpullover ist einen Blick wert!)
  • Die Kleidung deines Kindes / Babys (Schühchen, Söckchen, Schnullerkette, etc.)
  • Spitzendeckchen aus Omi’s Schrank
  • Alles, was du in deiner Deko-Kiste finden kannst 🙂
  • Papeterie (Tonpapier, Geschenkpapier, Krepppapier, Seidenpapier …)
  • Spielzeuge & Plüschtiere (Seifenblasen, Konfetti, Glitzer, Holzklötzchen …)

 

Wenn dir das alles nun zu technisch und theoretisch war:
Auf meiner Facebook-Seite findest du viele interessante Infos und Videos zu verschiedenen Themen. Ich freue mich, wenn du vorbeischaust und dein Feedback hinterlässt! http://www.facebook.com/littlebirdbayreuth/

Ich wünsche Dir alles Liebe und viel Erfolg beim fotografieren und ausprobieren.
Deine Natalie

 

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Fotografin Natalie Garbotz